Website für SHK-Betriebe: Bad, Heizung und Notdienst
Das Wichtigste in Kürze
Eine Website für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik muss sehr unterschiedliche Anliegen ordnen: akute Störungen, geplante Badsanierungen, Heizungsmodernisierung, Wartung und Bewerbungen. Gute Navigation und getrennte Kontaktwege sind deshalb wichtiger als ein überladener Einstieg.
Grundlagen, die für alle Handwerksbetriebe gelten, haben wir auf der Seite Websites für Handwerksbetriebe zusammengestellt. Dieser Ratgeber geht auf die Besonderheiten im SHK-Handwerk ein.
Navigation nach Anliegen
Besucher einer SHK-Website kommen mit einem konkreten Anliegen. Eine Navigation, die diese Anliegen aufgreift, hilft mehr als eine Gliederung nach internen Abteilungen. Auf der Startseite können drei deutliche Einstiege stehen: „Störung melden“, „Bad planen“ und „Heizung erneuern“.
Eine mögliche Seitenstruktur:
- Startseite mit den drei Einstiegen und gut sichtbarer Telefonnummer
- Notdienst, nur wenn er angeboten wird: Zeiten, Gebiet, Kosten
- Bad: Ablauf einer Sanierung, barrierearme Lösungen, Projekte
- Heizung: Systeme, Ablauf eines Heizungstauschs, Hinweise zur Förderung mit Verweis auf offizielle Stellen
- Kundendienst und Wartung: Wartungsverträge, betreute Anlagentypen, Terminvereinbarung
- Über uns: Team, Meister, Fahrzeuge, Betriebssitz
- Karriere
- Kontakt
Für Hausverwaltungen oder gewerbliche Kunden kann später eine eigene Seite hinzukommen, etwa mit Informationen zu Rahmenverträgen und Ansprechpartnern.
Notdienst nur so darstellen, wie er wirklich angeboten wird
Wenn ein Betrieb einen Notdienst anbietet, müssen Rufnummer, Zeiten und Einsatzgebiet eindeutig sein. Die Schaltfläche sollte auf dem Smartphone direkt anrufbar und auf wichtigen Seiten gut sichtbar sein.
Nennen Sie dabei:
- erreichbare Tage und Uhrzeiten,
- bediente Orte,
- typische Notfälle,
- Fälle, die nicht übernommen werden,
- mögliche Anfahrts- oder Bereitschaftskosten, soweit vorab benennbar.
Ein rund um die Uhr erreichbarer Notdienst darf nur beworben werden, wenn er organisatorisch tatsächlich gewährleistet ist. Ohne eigenen Notdienst sollte die Website stattdessen einen normalen Kontaktweg und die üblichen Bürozeiten zeigen.
Leistungen in verständliche Bereiche aufteilen
Besucher verfolgen unterschiedliche Ziele. Eine sinnvolle Struktur kann so aussehen:
- Sanitärreparaturen,
- Badmodernisierung,
- Heizungsbau und Heizungstausch,
- Wartung und Kundendienst,
- Klima- und Lüftungstechnik,
- regenerative Systeme,
- Leistungen für Hausverwaltungen oder Gewerbe.
Jede Hauptleistung sollte Ablauf, Voraussetzungen und nächste Schritte erklären. Bei komplexen Anlagen sind gute Orientierung und ein Beratungshinweis hilfreicher als pauschale Spar- oder Förderversprechen.
Badprojekte anschaulich dokumentieren
Eine Badsanierung ist erklärungsbedürftig und bildstark. Zeigen Sie nicht nur das fertige Bad, sondern den gesamten Leistungsumfang:
- Ausgangssituation,
- Planung und gewünschte Nutzung,
- Rückbau und Vorbereitung,
- Leitungen, Abdichtung und Einbau,
- fertige Ausstattung,
- besondere Lösungen für kleine oder barrierearme Bäder.
Projekttexte sollten deutlich machen, welche Gewerke der eigene Betrieb übernommen hat und welche Partner beteiligt waren. So entstehen realistische Erwartungen.
Heizungs- und Förderinformationen aktuell halten
Technik, gesetzliche Vorgaben und Förderprogramme können sich ändern. Datierte Beiträge mit festen Fördersätzen altern daher schnell. Dauerhafte Leistungsseiten sollten Grundlagen erklären und für aktuelle Bedingungen auf die zuständigen offiziellen Stellen verweisen.
Wenn der Betrieb zu Fördermöglichkeiten berät, muss klar erkennbar sein, welchen Umfang diese Beratung hat. Eine Website ersetzt keine individuelle Förder-, Energie- oder Rechtsberatung.
Anfragewege nach Dringlichkeit trennen
Ein einziges allgemeines Formular passt selten zu allen Anliegen. Sinnvoll sind drei kurze Wege, die über die Einstiege der Startseite erreichbar sind:
Störung oder Reparatur
- Ort,
- betroffene Anlage,
- kurze Fehlerbeschreibung,
- Erreichbarkeit,
- optionales Foto.
Geplantes Projekt
- Art des Vorhabens,
- Gebäudeart,
- gewünschter Zeitraum,
- vorhandene Planung,
- barrierearme Ausführung gewünscht?
- Möglichkeit einer Besichtigung,
- optionale Unterlagen oder Bilder.
Wartung oder Kundendienst
- Anlagentyp: Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets oder Sonstiges,
- Hersteller und Baujahr, falls bekannt,
- Datum der letzten Wartung,
- Foto des Typenschilds, optional,
- Wunschzeitraum.
Das Foto des Typenschilds erspart oft eine Rückfrage, weil Modell und Baujahr darauf stehen. Verlangen Sie nicht mehr personenbezogene Angaben als für die erste Bearbeitung nötig. Eine automatische Preisangabe ist bei komplexen Arbeiten häufig weniger sinnvoll als eine gut vorbereitete Rückmeldung.
Formulierungsbeispiele für den Einstiegsbereich
Die folgenden Formulierungsbeispiele zeigen drei Schwerpunkte. Erreichbarkeitszeiten, die Koordination anderer Gewerke und Beratungsthemen sollten Sie nur nennen, wenn sie für Ihren Betrieb zutreffen.
Ein allgemeiner Einstieg könnte lauten: „Sanitär und Heizung in Offenburg: Reparatur, Bad und Wartung“. Die Unterzeile ergänzt: „Bei einer Störung erreichen Sie uns werktags von 7 bis 17 Uhr. Für geplante Projekte vereinbaren wir einen Beratungstermin.“ Zwei Schaltflächen führen zu „Störung melden“ und „Beratung anfragen“.
Liegt der Schwerpunkt auf Bädern, passt: „Ihr neues Bad, geplant mit einem Ansprechpartner für alle Gewerke“. Darunter: „Wir koordinieren Fliesenleger und Elektriker und halten Sie über den Zeitplan auf dem Laufenden.“ Die Schaltfläche heißt „Badberatung vereinbaren“.
Für den Heizungsbereich eignet sich: „Heizung erneuern: Beratung zu Wärmepumpe, Hybrid- und Pelletheizung“. Darunter: „Wir prüfen Ihr Gebäude vor Ort und erklären, welche Systeme technisch infrage kommen. Förderfragen besprechen wir anhand der aktuellen Bedingungen.“ Die Schaltfläche lautet „Heizungsberatung anfragen“.
Das tatsächliche Einsatzgebiet nennen
Notdienst, Wartung und größere Projekte können unterschiedliche Anfahrtsbereiche haben. Beschreiben Sie diese Unterschiede transparent. Eigene Ortsseiten benötigen jeweils konkrete Informationen und dürfen nicht nur den Städtenamen austauschen.
Ein vollständiges Unternehmensprofil, einheitliche Kontaktdaten und echte Projekte aus der Region unterstützen Interessenten bei der Auswahl.
Leitfaden zur lokalen Auffindbarkeit
Fachkräfte mit einer eigenen Seite ansprechen
Für Bewerber sind Team, Arbeitsweise und Ausstattung wichtig. Zeigen Sie:
- typische Projekte,
- Einsatzgebiet und Arbeitszeiten,
- Fahrzeuge und Werkzeug,
- Fortbildungsmöglichkeiten,
- offene Stellen,
- einen einfachen Bewerbungsweg.
Eine glaubwürdige Karriereseite verwendet echte Bilder und konkrete Angaben statt austauschbarer Aussagen über ein „junges, dynamisches Team“.
Häufige Fehler
- Notdienst ohne klare Zeiten,
- alle Leistungen auf einer langen Startseite,
- veraltete Förderbeträge,
- fremde Herstellerbilder als angebliche Referenzen,
- keine Unterscheidung zwischen Reparatur und Projektanfrage,
- ungenaues Einzugsgebiet,
- fehlende mobile Anrufmöglichkeit.
Häufige Fragen
Soll ich Kosten für den Notdienst nennen?
Wenn Anfahrtspauschalen oder Zuschläge feststehen, ja. Transparente Angaben vermeiden Missverständnisse am Einsatzort. Wo Kosten vom Einzelfall abhängen, erklären Sie, wie sie sich zusammensetzen und wann Kunden davon erfahren.
Wie gehe ich mit Förderprogrammen um?
Erklären Sie die Grundlagen und verweisen Sie für aktuelle Bedingungen auf die zuständigen Stellen, etwa KfW oder BAFA. Versehen Sie Förderhinweise mit einem Datum und prüfen Sie sie, sobald sich ein Programm ändert. Feste Prozentsätze oder Beträge veralten schnell.
Darf ich Herstellerlogos zeigen?
Nur, wenn eine entsprechende Partnerschaft oder Erlaubnis besteht. Hersteller regeln die Nutzung ihrer Marken häufig in eigenen Partnerprogrammen. Bilder aus Herstellerkatalogen sollten nicht als eigene Referenzprojekte erscheinen.
Brauche ich eine eigene Seite für Wärmepumpen?
Wenn Sie Wärmepumpen regelmäßig planen und einbauen, ist eine eigene Seite sinnvoll. Erklären Sie, wie Sie prüfen, ob ein Gebäude geeignet ist, wie der Ablauf aussieht und welche Unterlagen Sie benötigen. Verzichten Sie auf pauschale Einsparversprechen.
Was kostet eine SHK-Website?
Eine kompakte Website mit bis zu fünf Seiten kostet bei TTT Digital 99 € im Monat. Für mehrere Leistungsseiten, einen Fachbereich oder zusätzliche Formulare eignet sich häufig das Business-Paket für 149 € im Monat. Hosting, Wartung und ein festes Kontingent kleiner Änderungen sind enthalten. Welche Inhalte Sie für den Start bereitstellen und wie wir vorgehen, beschreiben wir unter Leistungen.
Fazit
Eine starke SHK-Website führt akute und planbare Anliegen auf getrennten Wegen zum richtigen Kontakt. Konkrete Leistungen, echte Referenzen und aktuelle Informationen schaffen Vertrauen, bevor ein Termin vereinbart wird.
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Tom Trögler
Inhaber von TTT Digital in Neuried. Konzeption, Umsetzung und laufende Betreuung kommen aus einer Hand.
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