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Website für Maler und Lackierer: Projekte sichtbar machen

Tom Trögler • • Aktualisiert: 6. Oktober 2026 • 6 Min. Lesezeit
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Farbfächer neben einer Website für einen Malerbetrieb

Das Wichtigste in Kürze

Bei Maler- und Lackierarbeiten möchten Kunden das Ergebnis sehen, bevor sie Kontakt aufnehmen. Eine gute Website verbindet deshalb starke Projektbilder mit einer klaren Leistungsübersicht, einem realistischen Einzugsgebiet und einem einfachen Anfrageweg.

Dieser Ratgeber behandelt die Besonderheiten von Maler- und Lackierbetrieben. Was Handwerkswebsites gewerkeübergreifend brauchen, fassen wir auf der Seite Websites für Handwerksbetriebe zusammen.

Eine mögliche Seitenstruktur

Ein Malerbetrieb muss Besucher schnell zu ihrem Vorhaben führen. Für einen Betrieb mit drei Schwerpunkten kann die Struktur so aussehen:

  1. Startseite: kurze Vorstellung, die drei Hauptleistungen, zwei oder drei ausgewählte Projekte, Einzugsgebiet, Telefonnummer und Anfrage.
  2. Innenräume: Anstrich, Tapezieren, Spachteltechniken und der Ablauf in bewohnten Räumen.
  3. Fassade: Untergrundprüfung, Ausbesserung, Anstrich, Hinweise zu Gerüst und Witterung.
  4. Lackierarbeiten: Türen, Fenster, Heizkörper und Geländer.
  5. Projekte: Vorher-Nachher-Beispiele mit kurzer Beschreibung.
  6. Über uns: Inhaber, Team, Ausbildung und Betriebssitz.
  7. Kontakt und Anfrage.

Arbeitet der Betrieb regelmäßig für Hausverwaltungen, lohnt sich eine eigene Seite. Dort interessiert vor allem der Ablauf bei vermieteten Objekten: Terminabsprache mit Mietern, Arbeiten im Treppenhaus, kurze Leerstände zwischen zwei Mietverhältnissen und eine nachvollziehbare Abrechnung.

Bei wenigen Leistungen genügt eine gemeinsame Leistungsseite mit klar getrennten Abschnitten. Ob das Starter-Paket mit bis zu fünf Seiten oder das Business-Paket mit bis zu zehn Seiten passt, hängt vor allem von dieser Entscheidung ab.

Leistungen nicht nur aufzählen

Viele Malerbetriebe bieten mehr als Innenanstriche. Teilen Sie das Angebot in verständliche Bereiche, zum Beispiel:

  • Innenräume und Tapezierarbeiten,
  • Fassadenanstrich,
  • Lackierarbeiten,
  • Bodenbeläge,
  • Spachtel- und Putztechniken,
  • Schimmel- oder Schadensanierung,
  • Arbeiten für Gewerbe und Hausverwaltungen.

Für jede Hauptleistung lohnt sich eine eigene Seite, wenn genügend fachlicher Inhalt vorhanden ist. Erklären Sie dort, welche Untergründe bearbeitet werden, wie die Vorbereitung abläuft und welche Entscheidungen Kunden vorab treffen müssen. Fachbegriffe sollten verständlich erklärt werden.

Vorher-Nachher-Projekte dokumentieren

Ein überzeugendes Projekt besteht nicht nur aus zwei Fotos. Ergänzen Sie:

  • Raum- oder Gebäudeart,
  • Ausgangszustand,
  • ausgeführte Vorarbeiten,
  • verwendete Technik oder Materialart,
  • besondere Anforderungen,
  • Ergebnis und mögliche Pflegehinweise.

Fotografieren Sie Vorher und Nachher möglichst aus derselben Position. Achten Sie auf gerade Linien, gutes Licht und aufgeräumte Räume. Bei bewohnten Objekten muss die Veröffentlichung mit den Eigentümern abgestimmt sein.

Welche Bilder besonders wichtig sind

Ein guter Bildbestand für einen Malerbetrieb enthält:

  1. mehrere vollständige Räume oder Fassaden,
  2. Detailaufnahmen sauberer Kanten und Oberflächen,
  3. das Team bei Vorbereitung und Ausführung,
  4. ein Porträt der Ansprechperson,
  5. Fahrzeuge oder Betriebssitz,
  6. Vorher-Nachher-Paare.

Verpixelte Baustellenfotos oder Herstellerbilder ohne Bezug zum eigenen Betrieb sollten nicht die wichtigsten Plätze der Website einnehmen.

Musterfelder für das Anfrageformular

Ein kurzes Formular erleichtert die erste Einschätzung. Für einen Malerbetrieb eignen sich diese Felder:

Feld Eingabe Pflichtfeld
Ort des Objekts Postleitzahl oder Ort ja
Art des Objekts Auswahl: Wohnung, Haus, Gewerbe, Treppenhaus ja
Innen oder außen Auswahl ja
Gewünschte Leistung Mehrfachauswahl: Anstrich, Tapezieren, Lackieren, Fassade, Sonstiges ja
Ungefährer Umfang Raumzahl oder Fläche, falls bekannt nein
Räume bewohnt oder möbliert? ja oder nein nein
Wunschzeitraum Auswahl: so bald wie möglich, in ein bis drei Monaten, später nein
Fotos Upload nein
Name und Telefon oder E-Mail Freitext ja

Die Frage nach bewohnten Räumen wirkt nebensächlich, beeinflusst aber Ablauf und Aufwand deutlich. Ein Formular ersetzt keine Besichtigung. Es hilft aber, unpassende Anfragen zu erkennen und das erste Gespräch vorzubereiten. Machen Sie deutlich, wann Interessenten ungefähr mit einer Rückmeldung rechnen können.

Formulierungsbeispiele für den Einstiegsbereich

Der Einstiegsbereich der Startseite sollte in wenigen Sekunden klären, was der Betrieb macht und wo. Die folgenden Texte sind Formulierungsbeispiele. Übernehmen Sie nur Aussagen, die für Ihren Betrieb zutreffen.

Breites Angebot

Überschrift: Malerarbeiten in Offenburg und Umgebung

Unterzeile: Innenräume, Fassaden und Lackierarbeiten. Wir sehen uns Ihr Vorhaben vor Ort an und erstellen ein schriftliches Angebot.

Schaltfläche: Besichtigung anfragen

Schwerpunkt Fassade

Überschrift: Fassaden prüfen, ausbessern und neu streichen

Unterzeile: Vom ersten Termin bis zur Abnahme haben Sie einen festen Ansprechpartner. Wir erklären, welcher Anstrich zu Ihrem Untergrund passt.

Schaltfläche: Fassade begutachten lassen

Für Hausverwaltungen

Überschrift: Renovierungen für Hausverwaltungen in der Ortenau

Unterzeile: Wohnungen zwischen zwei Mietverhältnissen, Treppenhäuser und Gewerbeflächen. Termine stimmen wir direkt mit Ihnen oder den Mietern ab.

Schaltfläche: Objekt melden

Vermeiden Sie im Einstiegsbereich allgemeine Versprechen wie „höchste Qualität“. Ein konkreter Ort, eine konkrete Leistung und ein klarer nächster Schritt sagen mehr.

Einzugsgebiet und regionale Auffindbarkeit

Nennen Sie den tatsächlichen Betriebssitz sowie die Städte und Gemeinden, die regelmäßig angefahren werden. Für jede Stadt eine nahezu gleiche Seite zu veröffentlichen, ist nicht hilfreich. Eigene Ortsseiten sollten nur entstehen, wenn dort echte Projekte, Besonderheiten oder Ansprechpartner beschrieben werden können.

Zusätzlich wichtig:

  • vollständiges Google-Unternehmensprofil,
  • einheitliche Kontaktdaten,
  • aktuelle Öffnungs- oder Bürozeiten,
  • passende Kategorien und Leistungen,
  • echte Projektfotos,
  • sachlich beantwortete Bewertungen.

Lokale Auffindbarkeit ausführlich erklärt

Auch Mitarbeiter ansprechen

Wenn Fachkräfte oder Auszubildende gesucht werden, braucht die Website mehr als einen Satz im Fußbereich. Eine gute Karriereseite zeigt Arbeitsalltag, Team, Einsatzgebiet, Ausstattung und den Ablauf der Bewerbung. Versprechen Sie nur Vorteile, die im Betrieb tatsächlich angeboten werden.

Eine kurze Bewerbung über ein übersichtliches Formular kann die Hürde senken. Sensible Unterlagen sollten nicht über ein beliebiges Kontaktformular versendet werden.

Häufige Fehler

  • Leistungen ohne Beispiele,
  • Bilder fremder Projekte,
  • nicht lesbare Vorher-Nachher-Darstellung,
  • fehlendes Einsatzgebiet,
  • keine mobile Telefonnummer,
  • allgemeine Qualitätsversprechen ohne Belege,
  • veraltete Referenzen und Kontaktdaten.

Häufige Fragen

Brauche ich für jede Leistung eine eigene Seite?

Nur, wenn Sie dazu genug sagen können. Eine eigene Seite lohnt sich, wenn Sie Ablauf, Untergründe und passende Projekte für diese Leistung beschreiben können. Drei Sätze und ein Foto sind auf einer gemeinsamen Leistungsseite besser aufgehoben.

Sollte ich Quadratmeterpreise nennen?

Pauschale Preise sind bei Malerarbeiten schwer zu halten, weil Untergrund, Vorarbeiten und Zugänglichkeit stark schwanken. Hilfreicher ist eine Erklärung, wovon der Preis abhängt, und ein klarer Weg zur Besichtigung. Wenn Sie Richtwerte nennen, schreiben Sie dazu, was enthalten ist.

Darf ich Fotos aus Kundenwohnungen zeigen?

Nur mit Zustimmung der Eigentümer oder Bewohner. Fragen Sie am besten bei Auftragsende und halten Sie die Freigabe schriftlich fest. Achten Sie auf persönliche Gegenstände, Hausnummern und Kennzeichen im Bild.

Wie viele Projekte sollten zum Start online sein?

Es gibt keine feste Zahl. Einige gut beschriebene Projekte überzeugen mehr als eine große, ungeordnete Galerie. Ergänzen Sie neue Arbeiten fortlaufend, sobald die Freigaben vorliegen.

Was kostet eine Maler-Website?

Bei TTT Digital kostet eine Website mit bis zu fünf Seiten 99 € im Monat. Wenn mehrere Leistungsseiten, ein Referenzbereich oder zusätzliche Formulare benötigt werden, kann das Business-Paket für 149 € im Monat passen. Die Einrichtung kostet 0 €; Hosting, Wartung und kleine Änderungen sind enthalten. Was Sie für den Start liefern und wie ein Projekt abläuft, beschreiben wir unter Leistungen.

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Fazit

Eine gute Maler-Website macht handwerkliche Sorgfalt sichtbar. Echte Projekte, verständliche Leistungen und ein klarer Kontaktweg überzeugen stärker als Superlative oder austauschbare Bilder.

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Tom Trögler

Tom Trögler

Inhaber von TTT Digital in Neuried. Konzeption, Umsetzung und laufende Betreuung kommen aus einer Hand.

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